Pfäffikersee-Lauf

Diese Saison war ich nicht sehr aktiv im ZüriLaufCup. Zum Abschluss-Heimlauf hatte ich mich aber bereits ganz am Anfang des Jahres angemeldet. Nach der Abreise am Morgen des Jungfrau-Marathons aus persönlichen Gründen wollte ich nun nochmals meine Form testen. Die letzten zwei Wochen war aber fast kein Training möglich, so dass ich ohne grosse Erwartungen an den Start ging.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, auch wenn es für mich schon wieder ein wenig zu heiss war. Der leichte Wind machte es aber halbwegs erträglich. Kurz vor dem Start begrüsste mich noch Ralph, der eine Stunde zuvor gestartet war und soeben ins Ziel gelaufen ist. Pünktlich ging es auch bei uns los und ich starte wie immer klar zu schnell. Den ersten Kilometer durchmesse ich in 3:30 Minuten. Jetzt aber vernünftig werden, wenn ich nicht bei Halbzeit zusammenbrechen möchte!

Also konsolidiere ich meinen Akku bis nach Pfäffikon. Dort die erste Verpflegung mit Schwämmen und Wasser – sehr willkommen. Dann entlang dem See in «fröhlicher Erwartung» der folgenden Steigung. Zuvor passieren wir noch die 6-Kilometer-Marke. Gefühlt hätte ich gesagt, wir müssen bereits deutlich mehr als die Hälfte haben. So täuscht man sich, was nicht gerade zur mentalen Motivation beisteuert.

Dann eben hinauf Richtung Kulminationspunkt der Strecke. Ich laufe konstant, jedoch nicht in hohem Tempo. Verliere jedoch lediglich eine Position ganz zu Beginn. Oben nochmals einen Schluck Wasser und dann leicht hinunter zur Schleife in den Wald. Ich laufe ziemlich am Limit, kann aber meine Pace konstant halten. Ohne Schatten geht es wieder Richtung See und schliesslich hinunter zum Seerundweg.

Die letzten drei Kilometer kenne ich wie meine Hosentaschen, schliesslich ist das eine meiner bevorzugten Trainingsstrecken. Selten bin ich jedoch bereits so am Kämpfen bei dieser Stelle. Ich kann nach wie vor eine Sub-4-Pace laufen, habe aber nicht mehr viel Benzin im Tank für einen möglichen Schlussspurt.

Kurz vor dem Ziel dann Anfeuerungsrufe von Miriam und Felix, die mich nochmals pushen. Ich kann das Tempo nochmals konstant erhöhen und auf der Zielgeraden zwei Ränge gut machen. Schlussendlich komme ich in 48.30,3 ins Ziel und schaffe es damit knapp in die Top 20 meiner Kategorie mit 177 Läufern. Den Umständen entsprechend bin ich vollauf zufrieden mit der Leistung und freue mich auf die nächste ZLC-Saison!

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SOLA-Stafette

Nach einem Jahr Unterbruch stehe ich mit unserem Firmenteam wiederum am Start und habe mir die anspruchsvolle Strecke 5 gesichert. In 13.88 km von der Felsenegg zur Buchlern mit 305 Steigungs-Höhenmetern. Laut unserem internen Zeitplan muss ich etwa um 10:15 Uhr mit meinem Start rechnen. Dies bedeutet für mich, um 7:30 Uhr von Wetzikon mit der S-Bahn nach Adliswil zu fahren. Von dort geht es mit den Shuttle-Bussen zur Buchenegg und weiter 1.5 km zu Fuss zur Felsenegg.

Die Organisation ist wie immer top: Toiletten, Getränkestand, Kleidertransport und Übergabezone. Zudem spielt das Wetter perfekt mit – sogar eher zu warm. Noch habe ich eine Stunde Zeit bis zum Startfenster und so geniesse ich Wetter und Stimmung während meinen Vorbereitungsarbeiten. Gepäck für meinen Vorläufer deponieren und eigenes dem Transport übergeben. Kurz nach 10 Uhr betrete ich meinen Block und warte mit den knapp 1000 Mitstreitern auf  die Übergabe. Zahlreiche Übergaben klappen nicht und man leidet richtig mit, wenn eine ausgepowerte Läuferin bis zu 15 Minuten verzweifelt auf ihren Partner warten muss.

Laufend werden die ankommenden Nummern ausgerufen, so dass man sehr konzentriert hinhören muss. Prompt ist es so, dass dann überraschend Lukas vor mir steht. Entweder wurde unsere Nummer nicht ausgerufen oder es ist mir entgangen. Kein Problem: Ich bin bereit und im Nu mit dem Stafettenband unterwegs.

Eine kurze horizontale Strecke zur Hinter Buchenegg, bevor der Weg steil abfällt. Ich starte selbstverständlich viel zu schnell und überhole ständig. Bergab mache ich Tempo und nehme in Kauf, bereits in der frühen Phase meine Oberschenkel zu malträtieren. Im Tal angekommen, versuche ich, eine gute Pace und somit einen Rhythmus zu finden. Dies gelingt mir ziemlich gut bis schon die nächste, sehr aggressive Steigung ansteht. Ich laufe fast bis oben, wechsle dann aber für den steilsten Schlussaufstieg kurz ins Gehen.

Oben dauert es einige Schritte, bis ich wieder Tempo aufholen kann. Der Puls ist mittlerweile an der oberen Schwelle angekommen. Doch auch hier bin ich ständig auf Überholkurs. In der Vorbereitung zum Zürich Marathon habe ich die Strecke in einen Long Jog eingebaut und kenne daher deren Charakteristik. Somit cruise ich die folgenden knapp drei Kilometer dahin, bevor es in einem steilen Abstieg wieder ins Tal geht. Auch beim Abstieg mache ich wieder ordentlich Tempo und gönne mir im Tal bei der Verpflegung ein Wasser.

Durch die vorhergehende Bergab-Passage konnten Puls und Atmung etwas erholen, so dass ich nun die Pace auch horizontal unter 4 Minuten pro Kilometer halten kann. Leider nur knapp zwei Kilometer, denn jetzt folgt die ultimative Bewährungsprobe mit der Hauptsteigung: 150 Höhenmeter am Stück. Schon am Fuss der Steigung sehe ich ein Heer von gehenden Teilnehmer. Ich setze mir kleine Zwischenziele, zu denen ich jeweils laufen will. Mit zwischenzeitlichen Gehsequenzen versuche ich, Kräfte einzuteilen. «Ich bin definitiv kein Bergläufer» ist ein häufiger Gedanke während dieser Phase.

Mit Ach und Krach kämpfe ich mich auf den Berg und bin dann definitiv froh, oben angekommen zu sein. Insgesamt habe ich mich ganz gut geschlagen und kann es jetzt hinab zur Buchlern rollen lassen. Keine Gnade den Oberschenkeln! Eine kurze Hochrechnung zeigt mir, dass ich gut in meiner geschätzten Zeit liege und mobilisiere die letzten Kräfte. Kurz vor dem Ziel passiere ich noch einen Läufer, der sich offensichtlich zu sehr übernommen hat und von der Sanität betreut wird.

«100 msola16_e05_dn_0180 bis zur Zeitmessung» kündet ein Schild an und fordert mich zum Schlussspurt heraus. Mit Hochgeschwindigkeit geht es hinein in die Wechselzone, wo Marcel bereit steht und uns ein optimaler Wechsel gelingt. Geschafft! Kurz setze ich mich auf den Kunstrasen und geniesse wiederum Wetter und Atmosphäre. In 56:46,2 Minuten erreiche ich den 47. Rang auf meiner Strecke und bin damit zufrieden. Gesamthaft erlaufen wir den 54. Rang von knapp 1000 Teams. Eine gute Leistung trotz einigem Steigerungspotenzial innerhalb der Firma.

Bereits im Bus sitzend, erreicht mich eine Nachricht von Papi, dass er spontan zur Buchlern gekommen sei und mich offensichtlich verpasst habe. Da ich nicht mit ihm gerechnet hatte, war ich so fokussiert auf die Übergabe, dass ich ihn überhaupt nicht gesehen habe. Wir treffen uns dann doch noch auf eine gemeinsame Cola, bevor der SOLA-Tag am Abend mit dem Apéro beim Zieleinlauf und dem gemeinsamen Nachtessen ein gemütliches Ende findet.

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Flughafenlauf

Trotz praktisch nichtiger Vorbereitung lockt mich das perfekte Frühlings Sommerwetter nach Kloten zum traditionellen Flughafenlauf. Seit dem Zürich Marathon vor zwei Wochen bin ich praktisch nicht mehr gelaufen. Zudem habe ich im laufenden WK eine Woche mit sehr wenig Schlaf hinter mir. Egal – ab auf die S-Bahn nach Kloten Balsberg.

Die Nachmeldung klappt problemlos und die Sonne brennt bereits ziemlich kräftig herunter. Jonas ist mit dem Rennrad gekommen und hat sich ebenfalls spontan angemeldet. Dan ist auf der Startliste, am Start entdecke ich ihn jedoch nicht. Umziehen, Wertsachen abgeben, Toilette und einen letzten Gel zu mir nehmen. Das Frühstück war wirklich früh und dementsprechend spüre ich ein Hungergefühl. Der Magen sollte sich auch später noch melden…

Silja schafft es noch vor dem Start und ich verabschiede mich kurz. Nach dem Start um 11:30 Uhr fällt die Strecke steil zum Kreisverkehr ab. Ein Polterer stellt sich in die erste Startreihe und sprintet bis zum Kreisverkehr zu seinen Polterkollegen. Ich hefte mich an Jonas› Fersen, muss ihn aber schon bald ziehen lassen, um meinen Motor nicht zu überdrehen.

Sorgen machen mir weniger die Müdigkeit oder meine Beine sondern vielmehr der Magen. Irgendwie scheint der Gel und die Getränke nicht allzu gut bekommen sein und ich habe ein beklemmendes Gefühl. Leicht drossle ich das Tempo, das zu Beginn sowieso viel zu hoch ist, und probiere meinen Rhythmus zu finden. Hinauf nach Oberglatt pfeift ein kräftiger Gegenwind und ich muss zudem über weite Strecken Führungsarbeit für eine kleinere Gruppe leisten.

Hochs und Tiefs wechseln sich ab, bevor ich die erste Verpflegung erreiche und mir ein paar Schlucke Wasser genehmige. Hoffentlich lässt sich der Magen dadurch beruhigen. Weiter geht es hinauf ans Pistenende und der Panzerpiste entgegen. Der steife Wind und die doch spürbaren Steigungen kombiniert mit der sengenden Sonne und meiner nicht optimalen Form verlangen alles von mir ab. Jonas sehe ich bereits auf der Brücke, als ich nach links auf die Auffahrt einbiege.

Kilometer 10 passiere ich deutlich unter 40 Minuten und lasse meine Beine lockern hinab an die Flugpiste. Die Abstände sind nun grösser und der Wind durch die Sträucher praktisch nicht mehr spürbar. Vorerst betreibe ich Schadensbegrenzung und versuche, die Pace unter vier Minuten zu halten, was mir nicht durchgehend gelingt. Der Magen ist mittlerweile besser, aber noch weit weg von gut.

Wieder auf em offenen Feld meldet sich sogleich wieder der Wind. Egal, das Dock Midfield ist passiert und das Rega-Gebäude in der Ferne bereits erkennbar. Beissen und kämpfen. Bei der Rega angekommen, gönne ich mir einen Becher Iso, schnappe einen Schwamm und setze an zum lang gezogenen Schlussspurt.

Beim Passieren der Militärhalle sehe ich weiter vorne Jonas laufen. Den Abstand kann ich vorerst verringern, danach bleibt er aber konstant. Weit ist es nicht mehr, im Hinterkopf meldet sich bereits der fiese Schlussanstieg. Direkt am Fuss des Anstiegs hole ich Jonas ein und kann ihn bis ins Ziel sogar noch leicht distanzieren.

In 1:06.55,3 Stunden erziele ich zwar keine persönliche Bestzeit, aber erreiche den 21. Rang von 229 Teilnehmern meiner Kategorie. Nicht ganz ein Rennen zum Vergessen wie auf den ersten Kilometern befürchtet, trotzdem ziemlich weit weg von zufrieden. Silja, das gute Wetter und ein ausgezeichnetes Kuchenbuffet lassen den Ärger aber rasch verfliegen.

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Zürich Marathon

Mein grosses Saisonziel und zugleich zweites Highlight (nach dem Halbmarathon in Freiburg) der Laufsaison stellt einmal mehr der Zürich Marathon dar – meine nunmehr sechste Teilnahme. In der Vorbereitung musste ich aus Termingründen einige Abstriche oder Anpassungen machen, konnte den Trainingsplan aber mehr oder weniger einhalten. Nur die letzte Woche vor dem Marathon war mit der ersten WK-Woche nicht wirklich optimal – aber Tapering lässt sich auch im Militär betreiben, abgesehen vom Schlafmanko.

Das Ziel ist klar: Ich will ein zweites Mal Sub-3-Stunden laufen, bevor die persönlichen Prioritäten eine Verschiebung erfahren. Dafür muss aber alles zusammenstimmen, da dies als ambitionierter Hobbyläufer mit vollem Arbeitspensum doch ziemlich meine Leistungsgrenze markiert. Eine Komponente scheint nicht mitzuspielen: das Wetter. Nach extrem miesen Prognosen (Temperatursturz, Schnee) zu Wochenbeginn, verbesserten sich die Vorhersagen von Tag zu Tag und ich schöpfe Hoffnung.

Ich quartiere mich für die letzte Nacht bei den Eltern in Zürich ein, um eine möglichst kurze Anreise an den Start zu haben. Auch das Bekochtwerden am Vorabend mit feinen Spaghetti trägt zur optimalen Vorbereitung bei. Nach einer ruhigen Nacht ist um 6:00 Uhr Tagwache, um ein leichtes Frühstück – bestehend aus Zopf und Honig – einzunehmen. Anschliessend das übliche Ritual mit Dusche, Toilette, Anziehen und letzte Überprüfung aller Parameter. Ein Blick aus dem Fenster über die Dächer von Zürich zeigt sehr tief hängende Wolken mit leichtem Niederschlag. Dazu Temperaturen um 6 °C. Ich entscheide mich für kurz/kurz mit Ärmlingen.

Eingehüllt in einen Plastik mache ich mich um 7:45 Uhr auf den Weg zum Shuttlebus ab Strassenverkehrsamt. Der Bus ist praktisch leer und wird erst bei der zweiten Haltestelle Saalsporthalle richtig gefüllt. Kurz nach 8:10 Uhr erreichen wir das Startgelände, wo uns Hagelschauer erwarten. Die schlimmsten Prognosen scheinen einzutreffen… Ein letzter Toilettengang und ab Richtung Startblock. Ich kann direkt hinter der Elite im roten Block starten, der auch 10 Minuten vor Start noch nicht überfüllt ist. Kaum habe ich mich dem Plastik entledigt, intensivieren sich die Schauer mit Nassschnee und kaltem Regen – das kann ja heiter werden! Für einen guten Lacher sorgt ein afrikanischer Tempomacher, dem noch das Preisetikett aus der Hose lugt.

Pünktlich werden wir auf die Strecke beziehungsweise Startschleife geschickt. Wie üblich starte ich zu schnell und muss mich aktiv drosseln. Das gelingt mir jedoch nicht allzu gut und ich laufe die ersten 11 Kilometer konstant zu schnell. Mein persönlicher Fanclub hat sich am Bürkliplatz installiert, so dass ich ihn viermal passiere, bevor es dann nach Meilen geht. Angesichts der garstigen Bedingungen ist die Unterstützung vom Strassenrand doppelt wertvoll. Wobei mir die ersten zehn Kilometer super laufen und ich die Marke in 40.50,4 Minuten passiere.

_DSC2536Der Nassschnee verbunden mit den tiefen Temperaturen setzt vor allem an den Extremitäten zu. Mit den Händen ist es schwierig, die Verpflegung (Riegel) zu greifen und die Füsse spüre ich schon bald gar nicht mehr. Zur Verpflegung habe ich persönliche Gels dabei, doch das Hervorholen und Öffnen mit den klammen Fingern ist nicht erfolgsversprechend. Somit konzentriere ich mich vorerst auf die angebotenen Riegelstücke, mit denen man jedoch Nägel einschlagen könnte – super tiefgefroren! So müssen 1-2 Bissen genügen, heruntergespült mit einigen Schlucken Wasser.

Auch mein Magen macht mit und so geht es munter Richtung Meilen der Halbmarathon-Marke entgegen. Nachdem die Spitze mich bereits passiert hat, sehe ich bei der gegenüber liegenden Kilometermarke 32 einen afrikanischen Tempomacher in einer Rettungsdecke eingewickelt. Wie ich später erfahre, war dies der zweite Tempomacher von Adrian Lehmann. Der erste war bereits früher ausgestiegen. Laut Zeitungsberichten hatten sie vorher noch nie Schnee gesehen.

Zwischenzeitlich bilden sich kleinere Gruppen, doch so richtig konstant wird die Zusammensetzung nie. Eine der wenigen Konstanten ist Nicole Lohri, die schlussendlich 7. bei den Frauen wird. Ich laufe auf dem Hinweg nach Meilen einige Meter hinter ihr und kann sie dann kurz nach dem Wendepunkt ein- und anschliessend überholen.

Die Musiken am Strassenrand mögen kurzzeitig die graue Stimmung übertönen. Leider folgt der Regen uns nach Osten. Während in Zürich der Regen bald stoppt, geniessen wir die Niederschläge bis nach Meilen. Auf dem Rückweg wird es endlich besser und zusammen mit der mentalen Motivation, dass es «nur» noch zurück geht, versuche ich, die Pace zu halten.

Vorerst kann ich die Pace weiterhin unter 4:15 min/km halten, was mich zuversichtlich stimmt, die 3-Stunden-Grenze zu knacken. Langsam beginnen die Rechenspiele: Welche Pace reicht ab dem aktuellen Punkt, um die Limite zu unterbieten? Klar ist, dass jeder Kilometer unter 4:15 mir mehr Sicherheit gibt. Noch ausserhalb der Stadt passiere ich eine Elite-Frau, die schluchzend am Strassenrand steht und von Sanitätern gestützt wird. Diese Bedingungen schreiben die eine oder andere Sporttragödie am heutigen Tag.

Bereits kommt der Bahnhof Tiefenbrunnen in Sicht – nun geht es definitiv zielwärts. Ich verspüre ein Hungergefühl gepaart mit einer übervollen Blase. Soll ich nun wirklich nochmals Zeit verschenken? Die Beine wären ob einer kurzen Pause auch nicht abgeneigt, doch das Anlaufen wird nicht schön sein. Ich ringe innerlich mit mir und entscheide mich kurz nach einem Verpflegungsposten für eine Pinkelpause. Auf einen Gel verzichte ich, da ich Probleme beim Schlucken bekundete und die Feinmotorik sich schon lange aus den Fingern verabschiedet hat. Schliesslich sind es nur noch gut vier Kilometer bis ins Ziel!

Kurz vor dem Bellevue wird es dann richtig hart für mich. Zwar habe ich nun die Gewissheit, dass auch 4:30-Kilometer für Sub-3-Stunden reichen, doch fühle ich mich auch nicht mehr für mehr im Stande. In Tat und Wahrheit bleibe ich unter 4:20 min/km.

_DSC2549Meine Familie empfängt mich wieder am Bürkliplatz, bevor ich in die (momentan für mich völlig unnötige) Zusatzschleife via Bahnhofstrasse entschwinde. Ich nehme mir fest vor, am letzten Verpflegungsposten das isotonische Getränk statt Wasser wie bisher zu wählen, um einen Hungerast kurz vor dem Ziel zu vermeiden. Zu meinem grossen Entsetzten hat es dann aber nur Wasser. Einen Kilometer vor dem Ziel will ich nicht mehr einen Gel öffnen und sammle nochmals alle meine Kräfte.

Die Flasche ist definitiv leer und ein Schlussspurt trotz wohlwollenden Anfeuerungsrufen von links und rechts keine Option. Auf den letzten Metern überwiegt jedoch ganz klar die Freude über meinen zweiten Marathon unter drei Stunden, als ich in 2:58.02,8 Stunden einlaufe und damit den 50. Rang von 585 Läufern meiner Kategorie erreiche.

Mit dieser Zeit bin ich – ungeachtet der Wetterbedingungen – vorbehaltslos zufrieden. Hätte man mir die Zeit vor dem Start angeboten, ich hätte sofort unterschrieben. Ein Erdinger Alkoholfrei und natürlich die Gratulationen meiner Familie runden das rundum positive Erlebnis ab und ich mache mich zähneklappernd auf den Weg zur warmen Dusche. Mission Zürich Marathon accomplished!

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GP Dübendorf

Als letzten Formtest vor dem Zürich Marathon und eine Woche nach dem Freiburg Halbmarathon steht der GP Dübendorf auf dem Programm. 10 Kilometer auf einer mir bereits bekannten Strecke, leicht coupiert. Bei der Anreise mit dem Roller pfeift mir bereits die relativ kühle Luft um die Beine und einige Nieseltropfen sind auch spürbar.

Startnummer abholen und ab an die Wärme in der Garderobe. Trotz allem kurz/kurz montieren und im Eingangsbereich auf den Start warten. Kurz vor der Zeit begeben ich mich ziemlich vorne in den Block und treffe Dan, der sich den letzten Schliff für Boston holt. Während dem Rennen werde ich ihn wohl nur von hinten sehen und so verabreden wir uns für nachher auf ein Bier.

Mein Ziel sind 38 Minuten, 37:30 Minuten (3:45 min/km) wären sogar sehr gut. Und so geht es mit einer Pace deutlich unter vier Minuten los. Das Feld ist noch ziemlich dicht zusammen und die Positionskämpfe nicht sehr ausgeprägt. In der ersten Steigung auf der Startschleife werden die Schnellstarter bereits durchgereicht.

Ich versuche, trotz coupiertem Kurs, meinen Rhythmus zu finden und laufe schon ziemlich bald am Limit. Auf der lang gezogenen Geraden nach dem ersten Zieldurchgang ist es nicht immer leicht, das Tempo zu halten. Ich kann mich zwischendurch einzelnen Läufern anhängen, führe aber sehr oft selbst. Reto treffe ich unterwegs und überhole ihn sogleich – Zeit (und Luft) für einen Schwatz habe ich momentan sowieso nicht. 🙂

Als der Kurs abermals ansteigt, habe ich bereits seit einigen Metern einen hartnäckigen Konkurrenten im Nacken, der sich einfach nicht abschütteln lässt. Ich mache somit den Pacemaker und versuche dann auf dem Bergab-Stück, ihn die Führung übernehmen zu lassen. Doch er möchte lieber hinten beleiben und entschuldigt sich kurz für die Lärmkulisse. 😉 Ich kann die Pace halten, jedoch reicht es nicht mehr für einen Schlussspurt, der den Namen auch verdient hätte.

In guten 37.21,2 komme ich ins Ziel und belege damit den 14. Rang in meiner Kategorie von 160 Läufern. Hauptprobe soweit geglückt und das Bier mit Dan verdient.

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Freiburg Halbmarathon

Im Rahmen der Vorbereitung für den Zürich Marathon sollte drei Wochen vor der vollen Distanz ein Halbmarathon gelaufen werden. Am besagten Datum gibt es nicht allzu viele Events. Den Berliner Halbmarathon kenne ich schon und ist sowieso bereits ausgebucht. Wieso also nicht ins ziemlich nahe Freiburg im Breisgau fahren?

Die Strecke sieht zwar nicht ganz so schnell aus und der Event steht mit seinem Motto «Rock & Run» auch nicht für Rekordzeiten sondern eher für Unterhaltung und gute Stimmung. Wir buchen ein Hotel und reisen bereits am Samstag an. Die Startnummer-Abholung klappt problemlos und zwei Maultaschen spenden anschliessend benötigte Kohlehydrate. Natürlich geniessen wir auch noch die Altstadt bei gutem Wetter, deren Kopfsteinpflaster ich morgen noch laufend geniessen werde.

Der Start ist um 11:15 Uhr für meinen ersten Block – zusammen mit den Marathonläufern. Die Stimmung ist super und das Prachtswetter mit seinen 20 °C fast zu warm. Die Toilettensituation im Startgelände eher dürftig. Zum Glück ist das Hotel sehr nah, so dass ich relativ knapp zum Start komme. Laut Trainingsplan soll ich eine Zeit von 1:25 Stunden laufen. Ich bin mir ob meiner Form ziemlich unsicher und nehme mir vor, vorerst mit einer 4-Minuten-Pace anzulaufen.

Erwähnenswert finde ich das Projekt «laufend integrieren» der Stadt Freiburg, welche Flüchtlinge als Helfer engagieren und sogar eine Marathonstaffel aus Flüchtlingen am Start haben. Eine sehr sympathische Aktion! Pünktlich geht es los und die Positionskämpfe beginnen. Ich fühle mich gut und lasse mich vorerst vom Feld mittragen. Natürlich wiederum leicht zu schnell am Anfang.

Ich fühle mich aber sehr gut, ausser dass ich bereits aufs WC müsste. Vorerst lasse ich mich jedoch nicht davon beirren und laufen in wechselnden Gruppen auf Umwegen Richtung Altstadt. Bei den Verpflegungsposten schnappe ich mir jeweils ein Wasser und trinke einige Schlucke. Kurz vor Kilometer 5 ist es dann soweit: Ich betrachte kurz ein Toitoi von innen und verliere so etwa 20 Sekunden. Das befreite Laufen anschliessend ist es jedoch wert! 🙂

Ich fühle mich gut und laufe ständig Sub-4-Kilometer. Wenn das nur gut kommt… Auf dem Weg zum Kehrpunkt überhole ich die dritte Frau und mache auch sonst einige Positionen gut. Kurz nach Halbzeit erreicht die Strecke höhenmässig ihren Kulminationspunkt. Nur noch nach Hause jetzt! Ich lasse es rollen und finde ein paar Läufer, die ich während den nächsten Kilometern – unter anderem auch in der Altstadt – in wechselnder Zusammensetzung wiederholend sehe.

Die Stimmung in der Altstadt mit ihren relativ engen Gassen mit Kopfsteinpflaster ist super. Neben den insgesamt 42 Bands machen hier auch die Zuschauer einen ziemlichen Lärm. So muss ich aufpassen, den Motor nicht zu überdrehen. Ich bremse mich nach einem Blick auf die Uhr bewusst, denn schliesslich sind es noch einige Kilometer bis ins Ziel. Doch der Einbruch kommt glücklicherweise nicht – ich laufe kontrolliert auf der guten Seite meines Limits.

Auf den letzten drei Kilometern taucht dann auch noch die zweite Frau auf. Ich arbeite mich Position um Position vor und hieve mich auch auf dem «Frauenpodest» auf die zweite Treppenstufe. Auf den letzten zwei Kilometern lasse ich nichts mehr anbrennen, setze mich erfolgreich von allen Verfolgern ab und rette meine Platzierung ins Ziel.

Schlussendlich resultiert eine Schlusszeit von 1:23:14 Stunden. Angesichts des unklaren Formstands und des warmen Wetters ein gutes Resultat, mit dem ich sehr zufrieden bin. Auch wenn ich den 11. Kategorienrang von 502 Klassierten betrachte! Die Reise nach Baden-Württemberg hat sich gelohnt.

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Männedörfler Waldlauf

Zuletzt habe ich den Männedörfler Waldlauf im 2013 absolviert. Höchste Zeit also, wieder einmal teilzunehmen – dieses Jahr im Rahmen der Vorbereitungen auf den Zürich Marathon. In meinem jugendlichen Übermut habe ich am Vorabend noch ein hartes Workout im CrossFit auf meine Oberschenkel geladen. Diese spüre ich entsprechend am Morgen vor dem Lauf.

Silja begleitet mich bei bestem Frühlingswetter und wir erreichen das Startgelände bequem mit dem Roller. Startnummer entgegen nehmen, trinken, ankleiden, Toilettengang, einwärmen. Und schon geht es los.

Vielleicht ist es auch ein Glück, dass meine Beine nicht voll bereit sind. Denn so verhindere ich ein Übersäuern auf dem ersten harten Anstieg. Das Problem sind dann aber auch die Passagen mit Gefälle, da ich nicht voll «laufen lassen» kann. Und auch die Steigungen sind ziemlich zäh. Überflüssig zu erwähnen, dass es eine sehr coupierte Strecke ist, wo man praktisch nie einen Rhythmus finden kann – auch mit flotten Beinen.

Ich finde ziemlich bald eine Gruppe in ähnlichem Tempo, der ich bis fast zum Schluss treu bleibe. Wir wechseln uns abhängig von der Streckentopografie ab mit der Führung, bleiben aber immer in Sichtdistanz zueinander.

Der steile und langgezogene Schlussaufstieg lässt mich wieder ein paar Positionen gut machen. Allgemein kann ich sagen, dass bergauf heute mehr läuft als bergab. Ein kurzer Schreckmoment auf dem Kulminationspunkt, wo ich mir den Fuss umknicke. Glücklicherweise nichts passiert und ab in den Abstieg zum Schlussteil.

Wie erwartet unterbiete ich meine Bestleistung nicht und komme in 46.34,5 Minuten ins Ziel, was mir den 24. Kategorienrang von 105 Teilnehmern einbringt. Na ja, den Umständen entsprechend in Ordnung aber alles andere als eine Glanzleistung.

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Frühlingslauf Schaffhausen

Auf meinem Weg zum diesjährigen Zürich Marathon vom 24. April habe ich wiederum einige Vorbereitungswettkämpfe zur Standortbestimmung eingeplant. Den Anfang macht der Frühlingslauf in Schaffhausen, den ich zum ersten Mal bestreite.

Ein sehr kleiner Anlass über 10 km am Sonntagmorgen. Dementsprechend unüblich früh ist Tagwache, so dass ich rechtzeitig die Turnhalle in Herblingen erreiche, um die Startgebühr zu begleichen und im Gegenzug die Startnummer entgegen zu nehmen. Die Laufrunde ist ein gutes Stück entfernt, so dass ich mich entscheide, nach dem Umziehen mit dem Auto ans Ziel zu fahren. Schon auf der Fahrt nach Schaffhausen ist mir der sehr starke Wind aufgefallen, der noch eine entscheidende Rolle spielen soll. Die Temperaturen sind mit etwa 5 °C eher tief, glücklicherweise aber trocken.

Gut 15 Minuten vor Start wage ich mich aus dem warmen und windgeschützten Auto, um mich einzulaufen. Dazu nutze ich die gute halbe Runde vom Ziel zum Start. Denn es gilt, 6.5 Runden zu laufen, um die 10 km voll zu machen. Das Teilnehmerfeld ist eher klein und besteht zum grossen Teil aus Laufclub-Mitgliedern. Ich reihe mich ziemlich vorne ins Startfeld ein und hoffe, dass ich mich wegen des Winds einer Gruppe anschliessen kann.

Mit ein paar Minuten Verspätung fällt der Startschuss und los geht es direkt in den Gegenwind. Die Startgerade liegt jeweils voll im Gegenwind, die beiden Querstücke im Seitenwind und nur bei der Zielgeraden weht der Wind von hinten. Somit ist die Pace nicht konstant und die Einteilung entsprechend schwierig. Gemäss Trainingsplan wäre eine Zielzeit zwischen 38:30 und 39:30 Minuten anzupeilen, wobei ich mir die untere Limite als Ziel setze.

Nach dem ersten Kilometer kann ich mich einer kleineren Gruppe anschliessen und versuche so, teilweise im Windschatten zu laufen, was aber nur bedingt gelingt. Der Wind ist wirklich stark und der Kraftaufwand spürbar, so dass die Pace tendenziell zu langsam ist. Ich achte jedoch darauf, bis zur Rennhälfte keine unnötigen Kräfte zu verbrauchen.

Kurz vor Rennhälfte und somit früher als erhofft muss ich dann selbst die Führung übernehmen, da die Gruppe abbaut. Ich kann die Pace halten und ab der zweitletzten Runde noch aufdrehen. Der Schlussspurt mit Rückenwind reicht, um die Position zu verteidigen und in 38:52 Minuten zu finishen. Dies bringt mir den eher schlechten 24. Rang von 60 Teilnehmern ein, was jedoch aufgrund des Teilnehmerfelds und der Zeit durchaus im Rahmen der Erwartungen ist. Nun gilt es, die restliche Vorbereitung inklusive Wettkämpfe seriös weiterzuführen.

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Silvesterlauf

Nach einem dreijährigen Unterbruch startete ich dieses Jahr wieder am traditionellen Silvesterlauf durch Zürich. Seit meiner letzten Teilnahme im 2011 wurde die Strecke von dazumals 8.6 Kilometer auf deren zehn verlängert. Es gilt, vier grosse Runden durch die Innenstadt von Zürich zu laufen.

Nach meiner Zeit in Belgrad und der ausgedehnten Reise bin ich mir bewusst, dass ich nicht mehr in Hochform bin. Trotzdem nahm ich mir vor, eine solide Zeit deutlich unter 40 Minuten zu laufen.

Perfektes Wetter erwartete uns an diesem Sonntagnachmittag: sonnige 10 °C. Ich fuhr mit der S-Bahn bis Stadelhofen und ging dann zu Fuss zum Zielgelände, um mich im Garderobenwagen umzuziehen. Kurz/kurz war bei diesem Wetter die Kleidung meiner Wahl.

Nach einem kurzen Einlaufen zum Startgelände direkt beim Bellevue traf ich noch einige bekannte Gesichter, stellte mich dann aber bald in die vorderen Startreihen. Nach kurzem Gedränge kam ich gut weg und konnte trotz grosser Läufermasse eine konstante Pace laufen. Die vielen Kurven, Steigungen und Baustellen sorgen dafür, dass der Rhythmus regelmässig gebrochen wird.

5773691_pIch lief die ersten beiden Runden ziemlich konstant, merkte jedoch, dass ich nicht allzu viele Reserven habe. Und so wurde die dritte Runde richtig hart – vor allem bei der Steigung der Uraniawache. Bestmöglichst rettete ich mich in die letzte Runde und mobilisierte nochmals die letzten Kräfte.

Den Schlussspurt hätte ich noch intensiver führen können. Jedoch war ich ob der Streckenführung ein wenig verwirrt, da ich mir sie vorgängig auf dem Plan falsch eingeprägt hatte. Nichts desto trotz resultierte eine einigermassen solide Zeit von 38.07,4, was mir den 104. Rang von 1450 Läufern in meiner Kategorie einbrachte.

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Chicago

Chicago ist (leider) unsere letzte Station, bevor es zurück in die Schweiz geht. Nach dem Besuch in Springfield bietet sich die Stadt an, da wir sowieso umsteigen müssen. Wir kommen am Sonntagabend spät an, fahren mit der U-Bahn eine knappe Stunde ins Zentrum und beziehen unser Hotel.

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Am nächsten Morgen wollen wir uns zuerst eine Übersicht verschaffen – wörtlich gemeint. Dazu erklimmen wir den Willis (ehemals Sears) Tower – wohlgemerkt der zweithöchste Wolkenkratzer der USA und das zehnthöchste Gebäude weltweit. Der Wolkenkratzer ist 527 Meter hoch, wobei sich die Besucherplattform auf 412 Metern befindet. Berühmt sind die Erker mit Glasboden, wo man nach kurzem Anstehen über dem Abgrund «schweben» kann. Ansonsten ist es lediglich ein weiterer Wolkenkratzer/Turm auf unserer Reise…

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Wir geniessen das schöne Wetter und machen uns zu Fuss auf zum Millenium Park mit «The Bean» (offizieller Name: Cloud Gate), einer grossen Edelstahl-Skulptur in Form einer Bohne. Der Park ist auch sonst schön gemacht und grenzt im Osten an den Lake Michigan. Es gibt sogar eine Minigolf-Anlage, doch wir entscheiden uns dagegen und für zusätzliches Shopping.

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Schliesslich können wir von Chicago nach Zürich je ein zusätzliches Gepäckstück aufgeben. Ganz ausreizen wollen wir dies zwar nicht, doch haben wir noch ein paar Besorgungen, die wir bis hierhin aufgespart haben. Unter anderem gibt es eine Tasche für mich, die direkt als zusätzliches Gepäckstück dient und schnell mit zusätzlicher Beute gefüllt wird.

Den kulinarischen Abschluss zelebrieren wir am letzten Abend in der Cheesecake Factory. Leider weiss das Fleisch beim ersten Mal überhaupt nicht zu überzeugen, sowohl Siljas als auch mein Stück ist völlig versalzen. Im zweiten Anlauf klappt es und wir geniessen im Anschluss nochmals einen zünftigen Dessert à la USA.

Nach schönen, aufregenden, erholsamen und aktiven neun Wochen, fünf Ländern auf zwei Kontinenten und unzähligen Eindrücken (davon über 2′300 fotografisch festgehalten) geht es zu Ende, wie es begonnen hat: mit einem Swiss-Langstreckenflug. Einerseits sind wir natürlich traurig, dass die Reise fertig ist, andererseits freuen wir uns wieder auf Familie, Freunde und berufliche Herausforderungen (ja, wirklich! 🙂 ). Und schliesslich wären Ferien und Reisen nichts Spezielles, wenn sie ewig dauern würden…

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